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WCM verkaufen 30.06.2004
Bankhaus Lampe
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von WCM (ISIN DE0007801003 / WKN 780100) mit "verkaufen" ein.
Die Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2004 sei vor allem wegen der übergeordneten strategischen Fragen und finanziellen Probleme des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Zwar habe sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr von -15 Mio. Euro auf -3 Mio. Euro verbessert, habe jedoch nicht zufrieden stellen können.
Im Wohnimmobiliengeschäft habe sich WCM zum Ziel gesetzt, im laufenden Jahr eine Privatisierungsquote von 2,5% des Wohnungsbestandes zu erreichen, um damit die Liquiditätsverfassung des Konzerns zu verbessern. Man glaube, dass dieses Ziel ehrgeizig sei zumal die vergleichbare Quote in den zurückliegenden Jahren nicht größer als 1% gewesen sei. Das Management habe jedoch betont, auf der Vertriebsseite heute besser als in der Vergangenheit positioniert zu sein. WCM habe zudem betont, in den vergangenen Jahren auch nicht den strategischen Fokus auf umfangreiche Privatisierungen gelegt zu haben, da die Ertragschancen dieses Geschäftsfeldes in keinem Verhältnis zu den Renditechancen bei den Unternehmensbeteiligungen gestanden hätten.
Die industriellen Aktivitäten würden sich auf die Beteiligung der Klöckner-Werke an der KHS Maschinen- und Anlagenbau, dem nach Krones zweitgrößten Anbieter im Bereich Abfüll- und Verpackungstechnik konzentrieren. Insgesamt hätten die Unternehmen der KHS-Gruppe 2003 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 26 Mio. Euro erwirtschaftet. Man gehe im Gegensatz zum Management von WCM davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu wesentlichen Veränderungen des Beteiligungsportfolios kommen werde. Dabei hätten für die Analysten der Verkauf von KHS an einen strategischen oder finanziellen Investor oder ein evtl. Börsengang eine gleich hohe Wahrscheinlichkeit.
Das Eigenkapital der Gesellschaft belaufe sich nach 633 Mio. Euro Ende 2002 zum 31. März 2004 auf 314 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von nur 13% entspreche. In diesem Wert seien jedoch beachtliche 181 Mio. Euro Anteile anderer Gesellschafter enthalten, so dass sich ein bereinigter Buchwert je WCM-Aktie von 0,46 Euro errechne. Allein aus dieser schwachen Bilanzposition werde deutlich, dass die Gesellschaft zeitnah eine Kapitalerhöhung durchführen müsse. Angabegemäß gebe es derzeit auch keine Vereinbarungen mit Fremdkapitalgebern, unter bestimmten Voraussetzungen Fremd- in Eigenkapital zu wandeln.
Nachdem bereits auf der Hauptversammlung 2003 nicht der notwendige Beschluss zur Erhöhung des Kapitals habe gefasst werden können, habe auch auf der diesjährigen Hauptversammlung dieser Tagesordnungspunkt mit einer Zustimmungsquote von 73,2% nicht die erforderliche Mehrheit von 75% erreicht. WCM selber wollte keine eigene Guidance zur wirtschaftlichen Entwicklung im laufenden Jahr geben, habe aber betont, dass aus heutiger Sicht nicht erneut mit großen Sonderfaktoren zu rechnen sei. Das Management habe betont, dass der Konzern bislang habe erst wieder "teilstabilisiert" werden können. Ein Aktienkauf dränge sich angesichts der fundamentalen Daten nicht auf, auch wenn der Net Asset Value der Immobilien, den WCM selber nicht veröffentlichen möchte, eine höhere Substanz anzeigen dürfte.
Nicht zuletzt weil eine Anlage in WCM auch heute mit substantiellen Risiken verbunden ist stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Aktie bei ihrer Wiederaufnahme der Coverage mit "verkaufen" ein. Das Kursziel auf Sicht von 12 Monaten liege bei 1 Euro.
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